Montag, 9. Oktober 2017

The Boys of Summer

The Boys of Summer von Richard Cox

Am 10. April 1979 zieht ein F4 Tornado (333–418 km/h) durch Wichita Falls und verändert das Leben von fünf Jungen und einem Mädchen nachhaltig: Bobby, Jonathan, Adam, DavidTodd und Alicia.
    Todd fällt in ein Koma. Vier Jahre später wacht er wieder auf und die ganze Welt fühlt sich anders an. Aber nicht nur die Welt ist anders, sondern mit ihm ist auch etwas geschehen.
    Nach dem Aufwachen trifft er schon bald auf die vier anderen Jungen und wird schnell ein Teil ihres Freundeskreises; sie sind von dem "Jungen, der aufgewacht ist" völlig fasziniert. 
Sie verbringen den Sommer zusammen und teilen ein dunkles Geheimnis, über welches sie schwören, nie ein Wort zu verlieren.
    25 Jahre später scheint sich die Vergangenheit zu wiederholen und alle kehren nach Wichita Falls zurück....


Ich bin hin und hergerissen zwischen gut und sehr gutEs hat mich wirklich gefesselt, definitiv spannend.

Zur Erzählstruktur sei erwähnt, dass ständig zwischen 1983 und 2008 gewechselt wird.
Na? Erinnert an Kings ES, oder? Oja.
Aber nicht nur die Erzählstruktur erinnert daran, auch einige andere Dinge lassen ein Glöckchen klingeln.

Aber auch Stranger Things leuchtet im Gehirn immer wieder auf.
Wundert mich das?
Nö, hab The Boys of Summer ja schließlich durch Stranger Things gefunden.  
    Der Nıco hat bei Google einfach mal "Books like Stranger Things" eingegeben und gleich ein paar Listen gefunden.
Unter anderem stand dieses Buch auf einer und er hat es gleich bestellt.

Was mir jetzt aber besonders gefällt: Alicia beschreibt den Tornado als ein vielgliedriges Monster.
Schaut man sich nun das Poster zur zweiten Staffel von Stranger Things an, dann sieht man genau so ein Monster.
    Hier hat wohl das Buch die Serie wieder beeinflusst. 

Irgendwie liebe ich es ja, wie sich alles gegenseitig beeinflusst.

Zurück zum Buch:
Also ich hab das Buch einfach nur verschlungen.
Der Spannungsbogen ist wirklich gut. 
Es geht auch in Richtung Mystery Novel und man bekommt immer nur ein paar Information, bis es am Schluss dann halt ein ganzes Bild ergibt.
    Gegen Ende hatte ich auch schon eine Vermutung, was dieses Buch nun eigentlich ist; der Klappentext hat mir dabei geholfen.
Nur hat mich die Idee dann doch nicht ganz umgehauen.... Aber dann war da diese eine Passage....
    Dann gab's aber doch wieder ein paar Dinge, die nicht erklärt worden sind.... Oder vielleicht hab ich's auch einfach nicht mitbekommen.


Ich kann mich wirklich nicht entscheiden, was ich nun von diesem Buch halten soll.
   Klar ist jedenfalls, dass es mir gefallen hat und es ein besonderes Buch ist; Empfehlung geht raus.
    Ich werde es bestimmt irgendwann mal wieder lesen.
Aber ist es nun wirklich unglaublich gut? Ich kann das für mich nicht beantworten. 

Jedenfalls wird mir dieses Buch noch länger im Gedächtnis bleiben.
Wer halbwegs gut Englisch kann (gibt keine deutsche Ausgabe) und diese Art von Buch (verwirrend, Science Fiction, Mystery, Coming-of-Age) mag (oder allein schon wer ES und Stranger Things mag), dem/der kann ich dieses Buch nur empfehlen.



"I mean, when you live your whole adult life in a place different than where you grew up, your childhood feels like maybe it didn't happen. Like it's all fake."
- Richard Cox, The Boys of Summer, 2016, p170

juhk. d

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